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Was ist die Dialoggruppe Entwicklungsforschung?

Im März 2008 haben sich in Wien einige Akteure der Entwicklungsforschung zusammengefunden, um Möglichkeiten der besseren Vernetzung und des Informationsaustausches auszuloten. Ausgangspunkt war die Zusammen-arbeit mehrerer Organisationen im Herbst 2007 anlässlich des Symposiums „Perspectives on Development Studies“ in Mattersburg sowie
die Tagung „Entwicklungsforschung – Sichtweisen und Perspektiven“ in Wien.

Aus dieser ersten Zusammenkunft wurde die „Dialoggruppe“.


Derzeit besteht die Gruppe aus folgenden Organisationen/WissenschafterInnen:

> Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE)
Die Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung - ÖFSE - ist die größte österreichische Informationsvermittlungsstelle zu Fragen der Entwicklungsländer, der Entwicklungszusammenarbeit und der Entwicklungspolitik. Die ÖFSE wurde 1967 gegründet und steht allen entwicklungspolitisch interessierten Personen, öffentlichen und privaten Einrichtungen sowie Firmen zur Verfügung.

Die ÖFSE betreibt eine wissenschaftliche Fachbibliothek, die über 45.000 Monographien und 130 laufenden Zeitschriften verfügt.

Der Bereich Wissenschaft & Forschung der ÖFSE bietet Informationen, Analysen und Beratungen zu den Schwerpunktthemen:

  • Internationale Entwicklungspolitik, Entwicklungszusammenarbeit und Weltwirtschaft
  • Öffentliche und private Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit Österreichs
  • Ansätze und Strategien der Armutsminderung und nachhaltigen Entwicklung
  • Bildung - Forschung - Entwicklung

Über Datenbanken können Projekte und Programme der österreichischen EZA, wissenschaftliche Literatur und Medien, sowie Organisationsdaten abgerufen werden.

> Paulo Freire Zentrum für Transdisziplinäre Entwicklungsforschung
Das Paulo Freire Zentrum betreibt eine von Paulo Freire inspirierte entwicklungspolitische Bildungsarbeit, die Weltprobleme im Zusammenhang mit Vor-Ort-Problemen reflektiert und bearbeitet. Als wissenschaftsbasierte Einrichtung bietet das Freire Zentrum AkteurInnen entwicklungspolitischer Institutionen Raum für die notwendige kritische Reflexion ihrer Arbeit an.

> Mattersburger Kreis für Entwicklungspolitik an den Österreicischen Universitäten
Der Mattersburger Kreis wurde 1981 als Verein von WissenschafterInnen gebildet, die an österreichischen Universitäten mit Fragen der Entwicklungsforschung befasst sind. Er versteht sich als Plattform für die Vernetzung von WissenschafterInnen in Österreich und dem Ausland, die sich für Entwicklungsforschung interessieren und in Forschung und Lehre dazu tätig sind. Es ist Ziel, aktuelle internationale Diskussionen der Entwicklungsforschung zu reflektieren, zu diskutieren und mitzugestalten und den entwicklungspolitisch Interessierten in Österreich Zugang zu diesen Diskussionen zu verschaffen, sei es über Publikationen oder über öffentliche Veranstaltungen.
Die weltweite Ungleichheit, der Klimawandel, Migrationsströme wie auch die Entwicklungszusammenarbeit sind komplexe Fragen, die Entwicklungsforschung herausfordern. Zum einen können diese Fragen nicht mit den Methoden und Zugängen einer Wissenschaft alleine bearbeitet werden. Der Mattersburger Kreis praktiziert daher, ausgehend von kritischen Sozialwissenschaften, Interdisziplinarität als Form der engen und verschränkten Zusammenarbeit zwischen Angehörigen verschiedener Disziplinen. Darüber hinaus ist es das Ziel der Forschungsarbeit im Mattersburger Kreis, über die Grenzen der relevanten wissenschaftlichen Disziplinen hinaus transdisziplinär spezifische Herangehensweisen und theoretische Konzepte der Entwicklungsforschung zu finden. Forschung und Lehre sind auf gesellschaftlich besonders wichtige Probleme ausgerichtet; der ständige Dialog mit AkteurInnen im politischen, wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Raum ist dafür Voraussetzung und Rahmen.
Zum anderen ist Entwicklungsforschung gefordert, sich inhaltlich und politisch zu positionieren. Der Mattersburger Kreis sieht sich als kritische Instanz in der Beschreibung von Zielen und Strategien globaler AkteurInnen der Weltentwicklung. Wissenschaftliches Wissen soll jenen zur Verfügung gestellt werden, die sich gegen Entfremdung und Kommodifizierung öffentlicher Güter und für eine gerechtere Gesellschaft engagieren.

> Kommission für Entwicklungsforschung bei der OeAD-GmbH | KEF
Die „Kommission für Entwicklungsforschung“ (KEF) bei der OeAD-GmbH führt wissenschaftliche Fragestellungen mit entwicklungspolitischen Zielsetzungen im Sinne einer Brückenfunktion zusammen. Leitgedanke ist die Verankerung des entwicklungspolitischen Ansatzes im Bereich Wissenschaft und Forschung.

Realisiert wird dieses Ziel durch die Förderung kooperativer Forschungsprojekte mit PartnerInnen in Ländern des Südens und Ostens und durch die Beratung wissenschaftlicher Einrichtungen und Förderstellen. Die KEF dient auch als Kontakt- und Vermittlungsstelle für Organisationen aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit im In- und Ausland und sieht proaktive Informationstätigkeit und die Vernetzung von Institutionen als wesentliche Aufgabe.

Die Kommission versteht sich somit als eine multi- und interdisziplinäre Plattform für alle mit wissenschaftlichen Fragen der Entwicklungszusammenarbeit befassten Personen und Institutionen und als Teil der europäischen und globalen wissenschaftlichen Gemeinschaft.

Gemeinsam mit dem Hochschulkooperationsprogramm appear bildet die Geschäftsstelle der KEF den Bereich „Bildung und Forschung für Internationale Entwicklungszusammenarbeit“ im Zentrum für Internationale Kooperation & Mobilität (ICM) der OeAD-GmbH.

> Lateinamerika Institut (LAI)
Das Österreichische Lateinamerika-Institut (LAI) versteht sich als Plattform für alle an Lateinamerika interessierten Personen. Es übernimmt eine Koordinationsfunktion zwischen österreichischen LateinamerikaforscherInnen und einschlägigen Institutionen im In- und Ausland. In Zusammenarbeit mit der Universität Wien bietet das LAI den Master of Arts in Latin American Studies an. Durch seine langjährige Tätigkeit hat das Lateinamerika-Institut gute Kontakte mit zahlreichen Instituten und ForscherInnen in Lateinamerika und Europa, die u.a. für gemeinsame Projekte und Publikationstausch genutzt werden.

> Universität für Bodenkultur, Centre for Development Research (CDR)
The Centre for Development Research, in short ‘CDR', is a university unit of the University of Natural Resources and Life Sciences Vienna with a multidisciplinary network of over twenty partner scientists. It conducts applied development research and training in areas related to sustainable natural resource management. The CDR develops and promotes development innovations that work for land users in resource poor contexts. We collaborate with a wide range of partners in Africa, Asia and Latin America.

> Arbeitsgruppe Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsforschung (AGEF) der Universität Innsbruck
Die Arbeitsgruppe setzt sich sowohl inhaltlich als auch methodisch kritisch mit Fragen von Entwicklung und Nachhaltigkeit in den Ländern des Südens wie des Nordens auseinander. Dabei spielen die vielfältigen Prozesse der Globalisierung, die tiefgreifende Veränderungen der gesellschaftlichen und räumlichen Strukturen bewirken, eine wichtige Rolle.
Im Sinne einer engagierten Geographie, die zu aktuellen Herausforderungen Stellung bezieht und bestehende Macht- und Ungleichheitsverhältnisse hinterfragt, stellen wir die Akteure und ihre Handlungen in den Mittelpunkt der Forschungen.
Die aktuellen Schwerpunkte liegen in den Bereichen nachhaltige Regionalentwicklung, Mensch-Umwelt-Beziehungen und den Veränderungsprozessen in städtischen und ländlichen Räumen.
Regional richtet sich der Fokus vor allem auf Südamerika (Brasilien, Amazonien), den Alpenraum sowie in jüngerer Zeit auf das südliche Afrika und Südostasien.

> Universität Graz, Global Studies
Primäres Ziel des 4-semestrigen Programms ist die Vermittlung und Förderung globaler Perspektiven in der Beschreibung und Analyse historischer, gegenwärtiger sowie zukünftiger Prozesse und eines integrativen Verständnisses für die globale Gesellschaft, ihrer Mechanismen, Interdependenzen und Probleme als Basis für die Gewinnung einer verantwortlichen Handlungskompetenz in der Auseinandersetzung mit daraus resultierenden Fragestellungen. Klimawandel und Ressourcenverknappung, Hunger und Massenarmut, Terror und Gewalt stehen stellvertretend für eine Vielzahl ungelöster globaler Probleme und Herausforderungen. Das Masterstudium GLOBAL STUDIES bereitet auf ein ganzheitliches Denken und Handeln in einer an Komplexität und Dynamik zunehmenden globalisierten Welt vor.

Das Programm geht einen neuen Weg. Ein breiter Zugang ermöglicht neben der interdisziplinären und überfakultären Ausrichtung der Lehre die Vermittlung von Vielfalt. Dieses Know-how befähigt die TeilnehmerInnen, die zahlreichen internationalen und interkulturellen Herausforderungen, vor denen die Gesellschaft derzeit durch die Globalisierung steht, professionell zu analysieren. Die Studierenden entwickeln im Rahmen des Studiums eine Sensibilität und eine vernetzte Denkweise, die in verschiedensten multikulturellen Settings benötigt wird.

> Universität Wien, Internationale Entwicklung (IE)
Als interfakultäre  Forschungs- und Lehrplattform konzipiert verfolgt das Institut das Ziel, Entwicklungsforschung sowohl in der Lehre als auch der Forschung zu etablieren und weiter zu entwickeln. Im Zentrum der Lehre und Forschung stehen daher Theorien und Ansätze sozialer, politischer, historischer, kultureller und wirtschaftlicher Transformationen und Ungleichheiten und deren Reflexion, aber auch die kritische Begleitung der Entwicklungszusammenarbeit sowie Fragen der methodischen Herangehensweise an den Gegenstand ‚Entwicklung‘. Wir sehen eine transdisziplinäre Zusammenarbeit sowohl in Lehre als auch Forschung als Voraussetzung um politische, ökonomische, soziale und kulturelle Prozesse, Dynamiken, Machtstrukturen und deren Zusammenspiel sowohl global als auch lokal zu verstehen. In der Forschung verfolgen wir weiterführende und neue Forschungsprojekte und vernetzen uns über die universitären Grenzen hinweg um uns mit dem komplexen Gegenstand ‚Entwicklung’ vor dem Hintergrund der wachsenden lokalen und globalen Ungleichheiten auseinandersetzen.

> Gilbert Ahamer, Universität Graz, FH-Joanneum Graz, ÖAW / GIScience

> Andreas Exenberger, Universität Innsbruck

> Ulli Vilsmaier, Leuphana Universität Lüneburg

> Raina Zimmering, Universität Linz

Darüber hinaus nehmen zahlreiche WissenschafterInnen an der Arbeitergruppe und am Austausch teil.